Bild zu Musikphysiologie, Prävention und MusikergesundheitBild zu Musikphysiologie, Prävention und Musikergesundheit
Menü aufklappenMenü aufklappen

Julia Flöricke

Therapiepraxis für Naturheilkunde, Stimmtherapie und Sprachtherapie

Musikphysiologie, Prävention und Musikergesundheit

23. Oktober 2018

Was ist Musikphysiologie?

Die Musikphysiologie forscht und lehrt um die physiologischen Grundlagen des Musizierens und der Prävention typischer Musikerkrankheiten.

Mit Musikphysiologie im Fokus dienen speziell ausgewählte Körperübungen und Methoden zur Bewältigung von Auftrittsangst und Lampenfieber der Musikergesundheit in primärer und sekundärer Prävention und Therapie.

 

Worum geht es in einer Musikersprechstunde?

In meiner Musikersprechstunde geht es auch um die Prävention von Musikerbeschwerden beim Musikmachen, d. h. beim Üben, Konzertieren und Unterrichten. Mit praktischen Übungen fördern wir die Selbstwahrnehmung und optimieren Bewegungsmuster in Bezug auf Ergonomie und Ökonomie.
Beschwerdefreies Musizieren bringt mehr Leichtigkeit und Klangfülle.

Je nach Instrument sind bestimmte Muskelgruppen besonders gefordert. Gutes Sitzen oder Stehen mit dem Instrument ist die Basis für ein freies Spiel.

Matte, Faszienrolle, Bälle und ein Eutonieholz liegen bereit als Medien fürs Körpertraining

Material für musikphysiologisches Körpertraining

 

 

Auf dem Bild sieht man Material, das bei einem Übungsprogramm für die unteren Extremitäten und den Rücken zum Einsatz kommt.

 

 

 

Besondere Anforderungen im Instrumentalspiel

Viele Instrumente wie Violine, Fagott oder Querflöte fordern eine asymmetrische Körperhaltung im Spiel, doch auch Organisten mit ihrer gerade ausgerichteten Haltung haben ganz spezielle Anforderungen an ihre Haltungsmuskulatur, da die Stützfunktion über die Füße wegfällt und durch die Bewegung der Beine im Pedalspiel ständig die Sitzhaltung beeinflusst wird.

 

Welche Lehren finden Anwendung in der Prävention und Therapie?

In einer musikphysiologischen Körpertrainingsstunde nutze ich neben der Arbeitsweise Schlaffhorst-Andersen auch Elemente aus der Alexandertechnik, der Feldenkreislehre und dem Yoga.

 

Gibt es spezielle Ansprechpartner für erkrankte Musiker?

Professionelles Musizieren ist von den Anforderungen her mit Hochleistungssport zu vergleichen. Leiden Musiker längere Zeit unter Beschwerden, die vom Musizieren stammen oder das Musizieren beeinträchtigen, ist der Besuch einer ärztlichen Musikersprechstunde sinnvoll. Da es keinen Facharzt für Musikermedizin gibt, finden sich an den Spezialambulanzen Neurologen, Orthopäden und HNO-Ärzte, die zumeist selbst auf hohem Niveau musizieren und so die Besonderheiten dieser Patientengruppe  verstehen können.

In Mitteldeutschland gibt es folgende Musikermedizinische Ambulanzen:

Prof. Egbert Seidel in Weimar

Dr. Katja Regensburger in Halle

Prof. Hans-Christian Jabusch in Dresden

Über die gemeinsame Mitgliedschaft in der Deutschen Gesellschaft für Musikphysiologie und Musikermedizin sind wir interdisziplinär verknüpft. Davon profitieren unsere Musiker-Patienten, da die Befunde und Behandlungsziele so direkt im gemeinsamen Ansinnen besprochen werden können. Selbstverständlich nur unter der Erlaubnis des Patienten.